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Owen Frye Masstour South
Africa:
Wer das Glück hatte, einen der begehrten 30 Plätze auf
der diesjährigen Owen Frye Masstour zu ergattern, wurde reichlich belohnt:
zuallererst mit der überwältigenden Gastfreundschaft der südafrikanischen
Tabler; dann mit dem von Thys Roux (RT 185 Caledon) mit seiner Frau
O’Nel ausgearbeitetem Programm, welches uns ein vielfältiges Land näher
brachte; sodann durch die Möglichkeit, noch vor Ostern Wintersachen und
Schnupfen vergessen zu können und last, but not least, durch eine
wirklich tolle Gruppe von Tablern und APEXern aus 5 Ländern !
Bereits am ersten gemeinsamen Nachmittag am Sonntag
(25.3.) lernten wir die erste von mindestens 5 Arten kennen, einen echten
„Braai“ zu machen- die südafrikanische Art, aus Spare Rips, Pork,
Game, Snoek-Fish, Lamb, Mutton (...) ein zünftiges Mahl auf dem Grill im
Freien (nicht nur) zu zelebrieren.
Zu Gast beim Round Table 9 Cape Town – Constantia auf
dem traditionsreichen Weingut Groot Constantia, wurden wir von Thys und
O’Nel begrüßt und mit einem umfangreichen „Survival-Pack“ (A wie
„Amarula-Liqueur“ über R wie „Rucksack“ und W wie „Waistcoat“
bis Z wie „Zest“ -im Sinne von Begeisterung-) ausgestattet.
Der Tisch besaß –wie sämtliche auf der Tour besuchten
Tische- ein eigenes Clubhaus und konnte entsprechend seine hunderte von
Bannern entsprechend dekorieren (sogar ein Banner 1 Norwich (von 1965) und
einer vom RT 1 Hamburg (von 1973) ließen
sich entdecken) .
In den ersten fünf Tagen erkundeten wir Kapstadt und
seine Umgebung: Montag ging’s auf den Tafelberg, dem Wahrzeichen der
Stadt, nachmittags an Kapstadts Erlebnisstadtteil „Waterfront“, wo wir
–nach unserem Fischessen am Wasser- im Two Oceans Aquarium den Fischen
und anderen Meerestieren wiederum bei deren Fütterung zusehen konnten.
Nachdem der Bus auch die letzten beiden Paare aus Österreich und
Deutschland gefunden hatten (Vodafone sei Dank), konnte die Fahrt zum
Bloubergstrand fortgesetzt werden, wo wir einen herrlichen Sonnenuntergang
(„Sunset Beach“) mit Wein, Bier und Nacktbadern erlebten (Foto nur im
Internet)- ein Masstourist, Andreas aus Jever hatte nämlich die ersten 9
½ Tage ohne seinen von XX-Airways verschlampten Koffer überstehen müssen...
Abends waren wir zu Gast beim RT 146 Milnerton, wo wir herzlichst
empfangen und köstlich bewirtet wurden (...die Bar war bei Ankunft noch
sehr gut ausgestattet).
Tatsächlich schafften es alle (ja, auch der Autor !), pünktlich
an der Waterfront zu sein, wo das Boot nach Robben Island schon um 9:15
ablegte. Auf der von hungrigen Haifischen umkreisten Insel erfuhren wir,
dass es nicht nur die „Gefängnisinsel Nelson Mandelas“ war, sondern
früher schon von den Briten als Lager für Lepra- und „unheilbar“
Kranke, später von den Südafrikanern als Militärstützpunkt und für
politische und schwerkriminelle Häftlinge genutzt wurde. Wir waren also
froh, dass das Boot für die Rückfahrt auf uns wartete... und wir abends
ein fantastisches fish-braai (Snoek, ein echter Fisch vom Kap) beim RT 165
Durbanville genießen konnten.
Unterwegs waren wir übrigens in einem komfortablen
40-Sitzer-Luxus-Bus, mit dem singenden Miles („Miles- not
Millimeters“) am Steuer. Für jeden Tag wurde ein neuer Seargent-at-Arms
(welcher abends jedes noch so kleine Vergehen gnadenlos bestrafte (Snaps?
Wodka? Wasser ?!??)) sowie eine Nationalität gewählt, deren Tabler ihr
Land in verschiedenster Form (Polonäse Blankenese ?? Jodler ??) präsentierten.
Am Mittwoch kamen wir dann zu einem Schwerpunkt der
Erkundungsfahrten, den Weinproben in den schönsten Weingebieten der Welt
!! Angefangen in Stellenbosch im Eikendal-Weingut (von einem Schweizer geführt),
testeten wir durch über Boschendal (wo wir ein schönes Picknick im Park
des Weingutes erlebten) bis zum RT 44 Paarl. Hier lief unser belgischer
Seargeant-at-Arms Daniel zur Höchstform auf, den wir vorher mit seiner
Frau Monique beim Sonnenuntergang in Franschhoek verabschiedeten- er hatte
schon in den vorherigen 3 Wochen in Südafrika „herumgetabelt“...
Langsam wurde uns heiß- der folgende Tag bescherte uns
eine echte Geländefahrt in den Hexriver-Mountains am Rande der Karoo,
geleitet durch den RT 68 Worcester- sogar wir Europäer durften mal auf
der linken Seite fahren und ernteten entsprechend Punkte (...Margarita,
the Helldriver“); zumindest hatten wir nur eine Reifenpanne und
schafften den Weg zum Clubhaus, wo schon zwei Hammel für uns geröstet
wurden...
Hier verabschiedeten wir uns vom Weinland (Hans, unser
holländischer Barkeeper hatte trotzdem im Bus stets genug Wein, Soda,
etc. gebunkert) und starteten unseren Weg Richtung Gardenroute, nachdem
wir tatsächlich –außerhalb der Saison- einen Wal im neuen Hafen von
Hermanus gesichtet hatten. Nach dem Treffen mit RT 267 Hermanus konnten
wir einen Erholungsabend in Caledon (mit heißen Quellen und Casino) genießen,
bevor uns am nächsten Tag der „Surprise-Day“ mit dem RT 185 Caledon
erwartete: 4x4-Fahrt durch die Dünen an den Indischen Ozean, mit
Lagerfeuer, selbstgemachter Trockenwurst, Unmengen an Braai (keine Angst
vor BSE und MKS!) und vielen interessanten Gesprächen mit den Tablern und
ihren Familien.
Hier wurden wir auch mit den Sozial-Projekten des RT
Caledon bekannt gemacht: Das „Old Age Hostal“ für Rentner, denen
die Rente von ihren Verwandten abgenommen wurde und die deshalb hungern
mussten (leider keine Seltenheit; in der „Tafelronde-Herberg“ zahlen
sie 70% der Rente für Kost und Logis, 30% behalten sie als Taschengeld)
sowie das neue Projekt für Kinder, das „Day Care Centre“: Kinder
werden von den Eltern (berufsbedingt) oft tagsüber sich selbst überlassen,
so dass die Kinder nicht selten Opfer von Gewalttaten werden. (Mehr
hier)
Das Mittagessen des nächsten Tages wurde uns zelebriert
vom RT 107 Riversdale; mit vollem Magen durften die Mutigsten danach
Bungee-Swing (Hans und Axel) und Bungee-Jump (Carl aus Schweden)
demonstrieren.
Für die folgenden zwei Nächste wurden wir von den
Tablern des RT 30 George gehostet; von hier aus starteten wir unsere
Exkursionen in die Unterwelt (Cango-Caves), zu den schnellsten Vögeln
(Alf aus Schweden demonstrierte den schnellsten Sprung vom Strauß), und
zu den gefräßigsten Reptilien (Crocodile Farm), von denen sich unsere
Damen lieber Handtaschen wünschten.
Richtiges Afrika-Feeling kam auf mit dem Besuch des
Bottlier’s Game Reserve, einer der vielen neuen Wildfarmen am Kap, wo
wir -in Landrovern unterwegs- von Rhinos begrüßt wurden und Giraffen,
Antilopen, Gnus und schließlich auch Löwen vor die Linse bekamen.
Der elfte Tag unserer Masstour war der Entspannung im
Tsitsikamma-Nature Reserve gewidmet- für jene, die relaxen wollten; Carl,
der einzige Junggeselle der Tour, scheute kein Risiko und machte den mit
über 200m welttiefsten Bungee-Jump, andere erforschten die Wanderwege
durch den Regenwald und zu den Wasserfällen, und Fotos belegen ein
Tablermeeting zum Thema „Ladies and Sex“ im Konferenzsaal (Fotos nur
im Internet). Im Nachhinein wurde das Gerücht der Verlobung zwischen
Lotta und Alf bestätigt- herzlichen Glückwunsch nach Göteborg !!
Zum Ende der Tour wurden wir vom RT 78 Kirkwood herzlich
empfangen und beherbergt- zuvor hatten wir die einzigartige Gelegenheit im
Schotia Game Reserve Fotos von Löwen im Sonnenuntergang mit Vollmond im
Hintergrund zu schießen (demnächst als Poster zu haben). Am dreizehnten
und letzten Tag der Owen Frye Tour bekamen wir noch Hunderte der leisen
Dickhäuter im Addo Elephant Park zu sehen, bevor wir uns am Ziel unserer
Reise in Port Elisabeth voll von Eindrücken dieses Landes und der Tour am
Farewell-Abend im Beach Hotel von unseren neuen Freunden aus Österreich,
Australien, Holland, Schweden, Deutschland und natürlich Südafrika
verabschiedeten.
Hoffentlich auf bald bei einer der nächsten Masstouren
irgendwo auf der Tabler-Welt !!
Sven-Olof Carlsson, RT 1 Hamburg
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