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Owen
Frye Masstour South Africa: (English Version coming
soon) The
Cape Tour 2001 deutsche
version hier
Wer
das Glück hatte, einen der begehrten 30 Plätze auf der diesjährigen
Owen Frye Masstour zu ergattern, wurde reichlich belohnt: zuallererst mit
der überwältigenden Gastfreundschaft der südafrikanischen Tabler; dann
mit dem von Thys Roux (RT 185 Caledon) mit seiner Frau O’Nel
ausgearbeitetem Programm, welches uns ein vielfältiges Land näher
brachte; sodann durch die Möglichkeit, noch vor Ostern Wintersachen und
Schnupfen vergessen zu können und last, but not least, durch eine
wirklich tolle Gruppe von Tablern und APEXern aus 5 Ländern ! Bereits
am ersten gemeinsamen Nachmittag am Sonntag (25.3.) lernten wir die erste
von mindestens 5 Arten kennen, einen echten „Braai“ zu machen- die südafrikanische
Art, aus Spare Rips, Pork, Game, Snoek-Fish, Lamb, Mutton (...) ein zünftiges
Mahl auf dem Grill im Freien (nicht nur) zu zelebrieren. Zu
Gast beim Round Table 9 Cape Town – Constantia auf dem traditionsreichen
Weingut Groot Constantia, wurden wir von Thys und O’Nel begrüßt und
mit einem umfangreichen „Survival-Pack“ (A wie „Amarula-Liqueur“
über R wie „Rucksack“ und W wie „Waistcoat“ bis Z wie „Zest“
-im Sinne von Begeisterung-) ausgestattet. Der
Tisch besaß –wie sämtliche auf der Tour besuchten Tische- ein eigenes
Clubhaus und konnte entsprechend seine hunderte von Bannern entsprechend
dekorieren (sogar ein Banner 1 Norwich (von 1965) und einer vom RT 1
Hamburg (von 1973) ließen
sich entdecken) . In
den ersten fünf Tagen erkundeten wir Kapstadt und seine Umgebung: Montag
ging’s auf den Tafelberg, dem Wahrzeichen der Stadt, nachmittags an
Kapstadts Erlebnisstadtteil „Waterfront“, wo wir –nach unserem
Fischessen am Wasser- im Two Oceans Aquarium den Fischen und anderen
Meerestieren wiederum bei deren Fütterung zusehen konnten. Nachdem der
Bus auch die letzten beiden Paare aus Österreich und Deutschland gefunden
hatten (Vodafone sei Dank), konnte die Fahrt zum Bloubergstrand
fortgesetzt werden, wo wir einen herrlichen Sonnenuntergang („Sunset
Beach“) mit Wein, Bier und Nacktbadern erlebten (Foto nur im Internet)-
ein Masstourist, Andreas aus Jever hatte nämlich die ersten 9 ½ Tage
ohne seinen von XX-Airways verschlampten Koffer überstehen müssen...
Abends waren wir zu Gast beim RT 146 Milnerton, wo wir herzlichst
empfangen und köstlich bewirtet wurden (...die Bar war bei Ankunft noch
sehr gut ausgestattet). Tatsächlich
schafften es alle (ja, auch der Autor !), pünktlich an der Waterfront zu
sein, wo das Boot nach Robben Island schon um 9:15 ablegte. Auf der von
hungrigen Haifischen umkreisten Insel erfuhren wir, dass es nicht nur die
„Gefängnisinsel Nelson Mandelas“ war, sondern früher schon von den
Briten als Lager für Lepra- und „unheilbar“ Kranke, später von den Südafrikanern
als Militärstützpunkt und für politische und schwerkriminelle Häftlinge
genutzt wurde. Wir waren also froh, dass das Boot für die Rückfahrt auf
uns wartete... und wir abends ein fantastisches fish-braai (Snoek, ein
echter Fisch vom Kap) beim RT 165 Durbanville genießen konnten. Unterwegs
waren wir übrigens in einem komfortablen 40-Sitzer-Luxus-Bus, mit dem
singenden Miles („Miles- not Millimeters“) am Steuer. Für jeden Tag
wurde ein neuer Seargent-at-Arms (welcher abends jedes noch so kleine
Vergehen gnadenlos bestrafte (Snaps? Wodka? Wasser ?!??)) sowie eine
Nationalität gewählt, deren Tabler ihr Land in verschiedenster Form
(Polonäse Blankenese ?? Jodler ??) präsentierten. Am
Mittwoch kamen wir dann zu einem Schwerpunkt der Erkundungsfahrten, den
Weinproben in den schönsten Weingebieten der Welt !! Angefangen in
Stellenbosch im Eikendal-Weingut (von einem Schweizer geführt), testeten
wir durch über Boschendal (wo wir ein schönes Picknick im Park des
Weingutes erlebten) bis zum RT 44 Paarl. Hier lief unser belgischer
Seargeant-at-Arms Daniel zur Höchstform auf, den wir vorher mit seiner
Frau Monique beim Sonnenuntergang in Franschhoek verabschiedeten- er hatte
schon in den vorherigen 3 Wochen in Südafrika „herumgetabelt“... Langsam
wurde uns heiß- der folgende Tag bescherte uns eine echte Geländefahrt
in den Hexriver-Mountains am Rande der Karoo, geleitet durch den RT 68
Worcester- sogar wir Europäer durften mal auf der linken Seite fahren und
ernteten entsprechend Punkte (...Margarita, the Helldriver“); zumindest
hatten wir nur eine Reifenpanne und schafften den Weg zum Clubhaus, wo
schon zwei Hammel für uns geröstet wurden... Hier
verabschiedeten wir uns vom Weinland (Hans, unser holländischer Barkeeper
hatte trotzdem im Bus stets genug Wein, Soda, etc. gebunkert) und
starteten unseren Weg Richtung Gardenroute, nachdem wir tatsächlich –außerhalb
der Saison- einen Wal im neuen Hafen von Hermanus gesichtet hatten. Nach
dem Treffen mit RT 267 Hermanus konnten wir einen Erholungsabend in
Caledon (mit heißen Quellen und Casino) genießen, bevor uns am nächsten
Tag der „Surprise-Day“ mit dem RT 185 Caledon erwartete: 4x4-Fahrt
durch die Dünen an den Indischen Ozean, mit Lagerfeuer, selbstgemachter
Trockenwurst, Unmengen an Braai (keine Angst vor BSE und MKS!) und vielen
interessanten Gesprächen mit den Tablern und ihren Familien. Hier
wurden wir auch mit den Sozial-Projekten des RT Caledon bekannt gemacht:
Das „Old Age Hostal“ für Rentner, denen die Rente von ihren
Verwandten abgenommen wurde und die deshalb hungern mussten (leider keine
Seltenheit; in der „Tafelronde-Herberg“ zahlen sie 70% der Rente für
Kost und Logis, 30% behalten sie als Taschengeld) sowie das neue Projekt für
Kinder, das „Day Care Centre“: Kinder werden von den Eltern
(berufsbedingt) oft tagsüber sich selbst überlassen, so dass die Kinder
nicht selten Opfer von Gewalttaten werden. (Mehr unter www.roundtable1.de/southafrica) Das
Mittagessen des nächsten Tages wurde uns zelebriert vom RT 107 Riversdale;
mit vollem Magen durften die Mutigsten danach Bungee-Swing (Hans und Axel)
und Bungee-Jump (Carl aus Schweden) demonstrieren. Für
die folgenden zwei Nächste wurden wir von den Tablern des RT 30 George
gehostet; von hier aus starteten wir unsere Exkursionen in die Unterwelt (Cango-Caves),
zu den schnellsten Vögeln (Alf aus Schweden demonstrierte den schnellsten
Sprung vom Strauß), und zu den gefräßigsten Reptilien (Crocodile Farm),
von denen sich unsere Damen lieber Handtaschen wünschten. Richtiges
Afrika-Feeling kam auf mit dem Besuch des Bottlier’s Game Reserve, einer
der vielen neuen Wildfarmen am Kap, wo wir -in Landrovern unterwegs- von
Rhinos begrüßt wurden und Giraffen, Antilopen, Gnus und schließlich
auch Löwen vor die Linse bekamen. Der
elfte Tag unserer Masstour war der Entspannung im Tsitsikamma-Nature
Reserve gewidmet- für jene, die relaxen wollten; Carl, der einzige
Junggeselle der Tour, scheute kein Risiko und machte den mit über 200m
welttiefsten Bungee-Jump, andere erforschten die Wanderwege durch den
Regenwald und zu den Wasserfällen, und Fotos belegen ein Tablermeeting
zum Thema „Ladies and Sex“ im Konferenzsaal (Fotos nur im Internet).
Im Nachhinein wurde das Gerücht der Verlobung zwischen Lotta und Alf bestätigt-
herzlichen Glückwunsch nach Göteborg !! Zum
Ende der Tour wurden wir vom RT 78 Kirkwood herzlich empfangen und
beherbergt- zuvor hatten wir die einzigartige Gelegenheit im Schotia Game
Reserve Fotos von Löwen im Sonnenuntergang mit Vollmond im Hintergrund zu
schießen (demnächst als Poster zu haben). Am dreizehnten und letzten Tag
der Owen Frye Tour bekamen wir noch Hunderte der leisen Dickhäuter im
Addo Elephant Park zu sehen, bevor wir uns am Ziel unserer Reise in Port
Elisabeth voll von Eindrücken dieses Landes und der Tour am
Farewell-Abend im Beach Hotel von unseren neuen Freunden aus Österreich,
Australien, Holland, Schweden, Deutschland und natürlich Südafrika
verabschiedeten. Hoffentlich
auf bald bei einer der nächsten Masstouren irgendwo auf der Tabler-Welt
!! Sven-Olof
Carlsson, RT 1 Hamburg |